Unsere Projekte im Gespräch: KreillerKitZ

Das Team von A:KitZ! steckt kopfüber in der Fundingphase für Ihr neues Projekt, die KreillerKitz! Wir haben mit den Machern über ihr Vorhaben gesprochen.

Erzählt uns doch kurz was zur Geschichte von A:KitZ und KreillerKitz! Wie ist die Idee für die Kinderbetreuung entstanden?

Hand aufs Herz, die folgenden Schlagzeilen kennen wir doch alle:
In einem reichen Land wie Deutschland darf es nicht zu Kinderarmut kommen!

80 Prozent der Akademiker-Kinder machen Abitur, aber nur 20 Prozent der Kinder
aus Nicht-Akademiker-Familien schaffen es zur Hochschulreife!
Das Thema Chancengleichheit ist zwar präsent, die Zahlen und Entwicklungen zeigen aber auch, dass sich nichts oder wenig daran ändert. Dabei muss die gleichberechtigte Förderung von Kinder so früh wie möglich aufgegriffen werden.

Meine Frau und ich haben es selbst in der Schule bei unserer Tochter beobachtet. Kinder ohne akademischen Hintergrund waren bei dem Übertritt von der Grundschule auf das Gymnasium klar benachteiligt. Natürlich muss nicht jedes Kind aufs Gymnasium und alle Schulformen sind wichtig und richtig, aber wenn Potenziale versiegen, weil sie nicht gesehen und genutzt werden, ist es schade.

Wir alle wissen, dass es viel mehr braucht als Intelligenz und Willen. Netzwerke und eine frühe, individuelle Förderung erhöhen die Chancen auf eine faire Bildung enorm.

Wir setzen genau da an!

 

Was macht Ihr anders als die anderen KiTas? Oder platt gefragt: Wieso braucht euch München?

Momentan leben in München etwa 228.000 Kinder zwischen 0 und 17 Jahren. Bei einer aktuellen Armutsquote von ca. 11,8% (Kinder in Familien mit Hartz-IV-Bezug) leben also in München ca. 27.000 Kinder in Armut. Diesen Kindern wird von Lebensbeginn an die Chance auf gleichberechtigte Bildung verwehrt.

Wir werden mit einem besseren Betreuungsschlüssel und einer gezielten Förderung jedem Kind eine positive Aussicht auf die Zukunft ermöglichen.

Dabei erfüllen wir zwei Forderungen von Eltern und der Gesellschaft.

Einen besseren Service durch einen erhöhten Betreuungsschlüssel und eine faire Betreuung für ALLE. Wir betrachten bei jeder Familie individuell die finanzielle Situation und, je nach Möglichkeit, reduzieren wir die Kosten. So stellen wir klar, dass wirklich jedes Kind von unserem Angebot profitiert.

 

Wen sprecht ihr mit Eurem Angebot an?

Die Zusammensetzung unserer Gruppen soll die Breite der Gesellschaft so wiederspiegeln, wie sie auch im täglichen Leben überall gegeben ist. Alle sind willkommen, niemand wird ausgeschlossen oder bevorzugt.

 

Warum habt Ihr Euch für Crowdfunding als Finanzierungsmethode entschieden?

Erstens ist unsere Betreuungsform sehr individuell, familiär und möchte einen positiven Beitrag für den Großraum München leisten. Crowdfunding und speziell das Angebot von place2help steht genau für diese Werte.

Zweitens ist Crowdfunding eine spannende Möglichkeit für eine Finanzierung. Man kann beobachten, ob die eigene Idee oder Vision Unterstützung findet.

 

Was habt Ihr bisher bei Eurer Kampagne erfahren oder gelernt und was möchtet ihr anderen Crowdfundern mit auf den Weg geben?

Crowdfunding ist kein Selbstläufer und erfordert vor allem viel Zeit, gute Vorbereitung und ein ständiges am Ball bleiben. Man muss sich die Unterstützung der Crowd hart erarbeiten. Allerdings entstehen bei der Aktivierung einer Crowd viele neue, tolle Ideen. Man wächst als Team an dieser Aufgabe. Ein sehr schöner Nebeneffekt.

 

Wie geht es weiter, wenn die Fundingphase erfolgreich beendet wurde?

Wir möchten unsere Vorbereitungen hier im KreillerKitZ! mit Unterstützung der Crowd abschließen, den Kindern wie geplant eine wundervolle Umgebung schaffen, und so einen Beitrag dazu leisten, dass unsere Kinder im KreillerKitZ! einen guten, gleichwertigen und aussichtsreichen Weg in ihr Leben beschreiten können. Wir hoffen, dass wir sehr bald mit der Betreuung beginnen können.

 

Und hier könnt ihr KreillerKitZ! auf place2help direkt unterstützen: http://www.place2help.org/muenchen/projekte/kreillerkitz/

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