Was brauchen Social Entrepreneure von der Politik?

Diese Frage stellten uns und anderen Social Entrepreneuren die Münchner Grünen am Freitag bei ihrer TeaTime. Bei einer Tasse Tee diskutierten wir, was es braucht, um ein Social Business wirkungsvoll und dauerhaft aufzustellen.

Dabei waren sich alle einig: Wer ein Social Business gründet, tut das, weil er ein soziales oder ökologisches Problem erkannt hat, das er (sie) mit seiner Geschäftsidee beseitigen möchte. Business heißt aber, dass es nicht altruistisch ist, sondern durchaus auch einen Profit einbringen darf – nein, sogar soll. Denn nur, wer auf finanziell starken Füßen steht, kann auch weitermachen.

Und das hier wünschten sich die Teilnehmer unisono von der Politik (in diesem Fall von der Münchner Kommunalpolitik): 

  1. Geld: Kein Gründer kann ohne ein gewisses Kapital starten. Es wäre schön, wenn die Politik den Zugang zum Geld für Social Entrepreneure erleichtert. Perfekt wäre eine Art Gründerzuschuss, der mindestens ein Jahr, wenn nicht länger ausgezahlt würde, damit man nicht noch nebenbei für seinen Lebensunterhalt sorgen muss.

  2. PR und Marketing: Die Geschäftsidee der Gründer muss bekannt werden, das gilt für alle Gründer. Doch mit PR und Marketing kennt sich nicht jeder aus oder es fehlt das Kapital, eine gute Agentur zu beauftragen. Die kommunalen Politiker, Fraktionen, Ausschüsse, Referate haben Kommunikationskanäle, die sie einsetzen können, um soziale Unternehmen und Geschäftsideen bekannt zu machen. Das würde vieles erleichtern auf dem Weg zum zukunftsfähigen Social Business.

  3. Kontakte: Wer kennt wen? Mit wem kannst Du mich vernetzen, damit wir gemeinsam die richtige Lösung finden?  Dazu gehört nicht nur, dass die Politik es ermöglicht, Geldgeber kennenzulernen, sondern auch Fachleute auf bestimmten Gebieten, die den Gründer als Mentor, Kontaktknüpfer, Sparringspartner etc. begleiten.

  4. Räume: Büroräume oder Co-Workingspaces sind teuer aber notwendig. Das Homeoffice ist nicht immer die richtige Lösung für Gründer und ihre Ideen. Schön wäre, wenn die Münchner Gewerbehöfe eine bestimmte Fläche frei halten für Social Entrepreneure. Dort könnten sie für eine bestimmte Zeit kostenlos ihrem Business nachgehen und in einem professionellen Umfeld mit guter Infrastruktur das aufbauen, was sie zukünftig tragen soll und der Gesellschaft einen Mehrwert bringt.

 

Wir danken den Grünen jedenfalls, dass sie uns und unseren Mitstreitern einen Einblick in die Kommunalpolitik gewährt haben. Es wäre doch toll, wenn Münchner Social Entrepreneure mit Hilfe der Politik etwas für die Gesellschaft tun können.

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