Fünf Fragen zur Zukunft der Region an Manuela Wehrle

Manuela Wehrle ist Inhaberin des Oberurseler Büros region + projekt.

Als Moderatorin des Prozesses FrankfurtRheinMain 2030 ist Manuela Wehrle wie kaum eine andere vertraut mit den Herausforderungen unserer Region - und hat einige gute Vorschläge.

Was verbindet Sie mit dem Rhein-Main-Gebiet?

Ich arbeite, wohne und genieße das Leben in Rhein-Main.

Beruflich bin ich mit region + projekt vor allem in Projekten tätig, in denen es um die Weiterentwicklung der Metropolregion FrankfurtRheinMain geht. Privat bin ich mit Familie und Freunden sehr gern auf Entdeckungstour in der Region, beispielsweise im Taunus, im Rheingau und im Odenwald. Ich schätze es auch sehr, dass man von hier aus überall gut hin- und anschließend wieder herkommt.

Wenn Sie das Sagen hätten und Geld keine Rolle spielt: welches Projekt würden Sie in der Region realisieren?

Ich würde versuchen, ein Event auf die Beine zu stellen, das sowohl für die vor Ort ansässigen Menschen als auch für Gäste aus der ganzen Welt spannend ist und Maßstäbe unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten setzt. Vielleicht könnte es eine Art „Nachhaltigkeits-Expo“ sein.

Wo sehen Sie in der Region noch Potenzial, das wir wecken sollten?

Unter „wir“ verstehe ich im Folgenden alle Akteure, die sich aktiv für die Weiterentwicklung der Region engagieren. Potenzial gibt es reichlich, folgende Beispiele möchte ich nennen:

Erstens: Endlich Projekte umzusetzen, die bereits seit langer Zeit in der Konzeptions- oder Planungsphase stecken, aber aus verschiedenen Gründen noch nicht umgesetzt wurden. Dies gilt beispielsweise für diverse Verkehrsprojekte, vor allem auf der Schiene, aber auch für die Fahrradinfrastruktur.

Zweitens: Mehr Kapital für die Umsetzung neuer und Weiterentwicklung bestehender Geschäftsideen zur Verfügung zu stellen. In den letzten Jahren hat sich sehr viel Positives in der regionalen Gründerszene getan. Es erscheint jedoch schwer nachvollziehbar, warum es gerade im für seine Bankenlandschaft bekannten FrankfurtRheinMain so schwer ist, beispielsweise Risikokapital für junge Unternehmen, die wachsen möchten, zu beschaffen.

Drittens: Analog zu Unternehmensgründern: mehr finanzielle Ressourcen mit geringeren bürokratischen Anforderungen für die Umsetzung von nicht-kommerziellen Bürgerideen zur Verfügung zu stellen. Das könnten z. B. eine Fahrradbrücke über eine stark befahrene Straße, eine Blühwiese im Ortszentrum oder die Wiederbelebung eines nicht mehr genutzten Gebäudes für Kultur, Begegnungen und Freizeit sein.

Was ist die aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung für die Region in den nächsten zehn Jahren?

Zu dieser Frage fällt mir sofort das Thema Verkehr und Mobilität ein. Die Staus auf den Autobahnen und in den Städten in Rhein-Main werden nicht weniger, die Kapazitätsgrenzen in vielen Bahnen sind erreicht … Wenn also in den nächsten Jahren gute neue Verkehrslösungen und generell Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität der Menschen in der Region umgesetzt werden, bin ich mir sicher, dass wir damit auch eine Reihe anderer Probleme mit lösen, gerade in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Umwelt. Siehe hierzu auch meine Antwort auf die Frage 3.

Welchen Beitrag können Plattformen wie PERFORM oder place2help Rhein-Main aus Ihrer Sicht für einen lebenswerten und zukunftsfähigen Standort leisten?

Es gibt viele Menschen mit guten Ideen, denen aber die organisatorischen Voraussetzungen oder Ressourcen zur Umsetzung fehlen. Andererseits gibt es viele Akteure und Institutionen, die gern in gute Ideen und Projekte investieren würden. Online-Plattformen können dazu beitragen, gute Ideen, interessierte Macher und benötigte Ressourcen effektiv zusammenzuführen, zu vernetzen und zu koordinieren und natürlich auch bekanntzumachen.

 

[„Fragen zur Zukunft der Region“ ist ein Blogformat von place2help in Kooperation mit der IHK-Initiative PERFORM Zukunftsregion FrankfurtRheinMain. Hier geben wir Menschen, die sich für die Zukunft der Region einsetzen, eine Plattform, um Ihre Ideen und Gedanken für die Metropolregion Rhein-Main zu präsentieren.]

Kooperation place2help Perform

Datum

Kommentare

0

Zurück

place2help erschließt die Potenziale des Crowdfundings für die Metropolregion FrankfurtRheinMain. 
Dafür wurden wir ausgezeichnet.

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Weiteren Nutzung erkläre ich mich damit einverstanden.
Habe ich verstanden!