Vom Dottenfelderhof zur Ökolandwirtschaft in Uganda

Ausbildungsprojekt aus Hessen für Afrika

JoanAusg
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Umwelt & Nachhaltigkeit

Das Projekt in Kürze

Joan ist 20 Jahre alt und wuchs in einem Slum in Ugandas Hauptstadt Kampala auf. Ihre große Leidenschaft ist die Landwirtschaft. Schon als Kind half sie beim Anbau von Mais und Bohnen. Ihre Leidenschaft möchte sie zum Beruf machen, eigenständige Landwirtin werden und ökologische Landwirtschaft in ihrem Land voranbringen. Das Problem: Die nötige Ausbildung gibt es in Uganda nicht. Nun hat sie die Chance auf ein dreimonatiges Praktikum - und bei Erfolg auf eine Ausbildung - im Dottenfelderhof in Bad Vilbel.

Worum geht es in dem Projekt?

Uganda ist ein fruchtbares Land. Dennoch werden viele Grundnahrungsmittel importiert. Ein Grund dafür ist, dass nur sehr wenige Bauern professionelle Landwirtschaft betreiben. Mit einer ökologischen Landwirtschaft, die die natürlichen Stoffkreisläufe nutzt, könnte die Ernährung der Bevölkerung ohne Import von Saatgut, Düngern und künstlichem Pflanzenschutz sichergestellt werden. Joan wuchs in der Sosolya Undugu Dance Academy auf, einer ugandischen NGO, die seit 25 Jahren Kindern aus den Slums ein Zuhause gibt und ihnen den Schulbesuch finanziert. Auch Joan verdankt ihr Abitur den Sosolyas. Die Organisation betreibt selbst ökologischen Landbau, um Kinder für die Landwirtschaft zu begeistern und langfristig die Ernährung ihrer rund 200 Schützlinge aus eigenem Anbau zu sichern. Joan hat das Landbau-Projekt maßgeblich vorangetrieben. Ihr Traum ist es, in Deutschland eine landwirtschaftliche Ausbildung zu machen, um den Landbaubetrieb der Sosolyas zu leiten und selbst junge Frauen und Männer in Uganda in der Landwirtschaft auszubilden. „Unser Land ist so fruchtbar“, stellt Joan fest, „doch wir nutzen diese Schätze zu wenig. Ich möchte das ändern.“ Beim Dottenfelderhof wird Joan ein 10-wöchiges Praktikum machen mit der Option, im Erfolgsfall einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Langfristiges Ziel ist es, jungen Menschen aus Uganda eine betriebliche Ausbildung in Deutschland zu ermöglichen, vornehmlich im landwirtschaftlichen und handwerklichen Bereich. Nach ihrer Rückkehr können sie nicht nur eigene erfolgreiche Existenzen aufbauen, sondern insbesondere auch ihr Wissen weitergeben und damit zur Entwicklung einer eigenständigen Wirtschaft in Uganda beitragen. Zielgruppen in Deutschland sind engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, die aktiv Fluchtursachen aus dem globalen Süden bekämpfen wollen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Nur sehr wenige junge Menschen in Uganda haben Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben mit finanzieller Sicherheit. Gut bezahlte Jobs sind rar und ohne Beziehungen kaum zu bekommen, für eine Selbständigkeit fehlen die professionellen Fertigkeiten. Insbesondere gibt es in dem von Großbritannien geprägten Land keine betriebliche Ausbildung. Menschen mit einer solchen Ausbildung stehen alle Türen offen. Dieses Projekt zeigt, wie nachhaltige Entwicklung funktionieren sollte: Joan wird nach ihrer landwirtschaftlichen Ausbildung nach Uganda zurückkehren, einen professionellen Betrieb aufbauen und ihr Wissen an andere weitergeben. Dies sichert langfristig vielen Menschen die Perspektive, nach der sie heute noch vergeblich suchen. Wir sind der gemeinnützige Verein Sosolya Undugu Familie e. V. mit Sitz in Weimar bei Marburg und haben uns als Förderverein der Sosolya Undugu Dance Academy gegründet. Wir wollen uns nicht auf den Transfer von Geldmitteln nach Uganda beschränken, sondern auch nachhaltig fördern. Eines unserer Ziele ist es daher, die berufliche Ausbildung in Uganda zu unterstützen. Mit der Förderung der betrieblichen Ausbildung unterstützen wir nicht nur junge Menschen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes und finanziell gesichertes Leben, sondern bekämpfen damit auch eine der Fluchtursachen junger Menschen aus dem globalen Süden: Perspektivlosigkeit und keine Zukunft.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Unterkunft und Verpflegung stellt dankenswerterweise der Dottenfelderhof. Finanzielle Unterstützung benötigt Joan für einen Deutschkurs, das Visum, das Flugticket und eine Grundausstattung an Kleidung für das Wetter in Deutschland und das Arbeiten im Freien.

Sosolya Undugu Famile e. V.
Heike Dr. Felske-Zech
Dr. Heike Felske-Zech
1. Vorsitzende
Am roten Weg 19
35096 Weimar (Lahn)

+172 9449321

Über mich/ über uns

Ich bin Heike Felske-Zech, Vorsitzende des Sosolya Undugu Familie e.V. Der gemeinnützige Verein wurde 2017 gegründet und hat seinen Sitz in Weimar (Lahn) bei Marburg. Unser Ziel ist die Unterstützung der Sosolya Undugu Dance Academy, einer seit 25 Jahren in Uganda bestehenden gemeinnützigen Organisation, die Kindern aus den Slums ein Zuhause gibt, sie mit Nahrung versorgt und den Schulbesuch finanziert. Unser Verein wirbt Spenden ein, um u.a. die Versorgung und Bildung der Kinder zu unterstützen. Der Verein initiiert gemeinsame Projekte wie die Ausbildung von Joan zur Landwirtin.

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Fans

  • Sandra Wolf
    Sandra Wolf 07.06.2019 12:32
  • Florina Weber
    Florina Weber 21.05.2019 12:28
    Tolles Projekt!
  • Regina Dickey
    Regina Dickey 13.05.2019 23:30
    In einem fruchtbaren Land die Ressourcen gut und nachhaltig nutzen, dabei das eigene Wissen vermehren und verbreiten - Joans Wunsch ist absolut unterstützenswert. Danke, dass der Dottenfelderhof ihr die Möglichkeit gibt, ein Praktikum und hoffentlich auch eine Ausbildung zu absolvieren.
  • Wolgang Greiner
    Wolgang Greiner 13.05.2019 10:57
  • Alexandra Partale
    Alexandra Partale 08.05.2019 17:13

Finanzierungsphase

Das Crowdfunding ist aktiv.
1.445 €
9
43 Tage

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